Blackout – Vorsorge und wichtige Informationen
Ein Blackout ist ein großflächiger und länger andauernder Strom- und Infrastrukturausfall. Neben der Stromversorgung können auch wichtige Systeme wie Telefonie, Internet, Verkehr, Zahlungsverkehr, Warenversorgung und andere Bereiche des täglichen Lebens betroffen sein.
Wie erkenne ich einen Blackout?
Ein Blackout äußert sich zunächst wie ein gewöhnlicher Stromausfall. Bewahren Sie Ruhe und überprüfen Sie folgende Punkte:
- Sicherungskasten überprüfen: Sind FI-Schalter und Sicherungen in Ordnung?
- Nachbarschaft überprüfen: Gibt es auch dort keinen Strom? Funktionieren Straßen- und Hausbeleuchtung?
- Telefonverbindungen prüfen: Funktionieren Mobiltelefon und Festnetz noch?
- Keine Notrufnummern für Auskünfte verwenden: Notrufleitungen müssen für tatsächliche Notfälle freigehalten werden.
- Radio einschalten: Nutzen Sie ein Batterie- oder Kurbelradio bzw. ein Autoradio. Über Radiosender wie Ö3 oder Radio Steiermark erhalten Sie wichtige Informationen zur aktuellen Situation.
Persönliche Vorsorge ist entscheidend
Eine der wichtigsten Voraussetzungen, um einen länger andauernden Stromausfall gut bewältigen zu können, ist die persönliche Vorsorge. Haushalte sollten darauf vorbereitet sein, für einen längeren Zeitraum ohne Einkaufsmöglichkeiten und ohne die gewohnte Infrastruktur auszukommen.
Denken Sie dabei insbesondere an Trinkwasser, haltbare Lebensmittel, notwendige Medikamente, Hygieneartikel, Babynahrung, Tiernahrung, Bargeld, Taschenlampen, Batterien, Radio, warme Kleidung, Decken sowie eine stromunabhängige Kochmöglichkeit.
Medikamentenvorsorge
Besonders wichtig ist eine entsprechende Vorsorge für Menschen, die regelmäßig Medikamente benötigen. Die Stadtgemeinde Zeltweg stellt dafür ein eigenes Datenblatt zur Verfügung. Darin können persönliche Angaben sowie benötigte Medikamente und deren Dosierung eingetragen werden.
Das Formular ist bei der Stadtgemeinde Zeltweg, bei den ansässigen praktischen Ärztinnen und Ärzten sowie in den beiden Apotheken in Zeltweg erhältlich. Bei Änderungen der Medikation sollten die eingetragenen Informationen entsprechend aktualisiert werden.
Datenblatt für Medikamente herunterladen
Was sollten Sie bereits vor einem Blackout tun?
- Familien-Notfallplan erstellen: Vereinbaren Sie, wo sich Familienmitglieder treffen, wenn Mobiltelefon, Festnetz oder öffentliche Verkehrsmittel nicht mehr funktionieren. Denken Sie auch an Familienmitglieder, Nachbarn oder Bekannte, die auf Unterstützung angewiesen sind.
- Erste-Hilfe-Kenntnisse auffrischen: Ein Erste-Hilfe-Kurs hilft dabei, kleinere Verletzungen im Notfall selbst versorgen zu können.
- Vorräte anlegen: Sorgen Sie für ausreichend Trinkwasser, haltbare Lebensmittel und Dinge des täglichen Bedarfs. Berücksichtigen Sie dabei die Bedürfnisse aller Personen und Haustiere im Haushalt.
- Medikamente berücksichtigen: Sorgen Sie für einen ausreichenden Vorrat regelmäßig benötigter Medikamente und beachten Sie notwendige Lagerbedingungen.
- Bargeld bereithalten: Elektronische Zahlungsmöglichkeiten und Bankomaten können bei einem Stromausfall nicht verfügbar sein.
- Radio und Beleuchtung: Halten Sie ein Batterie- oder Kurbelradio, Taschenlampen und ausreichend Batterien bereit.
- Hausapotheke und Verbandskasten: Überprüfen Sie regelmäßig deren Inhalt und Haltbarkeit.
- Wärme und Kochen: Überlegen Sie, welche stromunabhängigen Möglichkeiten zum Kochen und gegebenenfalls Heizen zur Verfügung stehen.
- Eigene Checkliste erstellen: Halten Sie wichtige Maßnahmen und benötigte Gegenstände schriftlich fest.
- Informieren Sie sich über die Vorsorgemaßnahmen der Stadtgemeinde Zeltweg: Dazu gehören beispielsweise Informationen zur Trinkwasser- und Abwasserversorgung sowie zu Selbsthilfestützpunkten („Leuchttürmen“).
Achtung: Griller, Campinggeräte und Notstromaggregate können gefährliches Kohlenmonoxid erzeugen und dürfen nicht in geschlossenen Räumen betrieben werden. Beachten Sie bei allen Geräten unbedingt die Herstellerangaben. Offenes Feuer und Kerzen dürfen niemals unbeaufsichtigt bleiben.
Während eines Blackouts
- Elektrische Geräte ausschalten: Schalten Sie verwendete Geräte wie Herd, Backofen, Waschmaschine oder Geschirrspüler aus. Empfindliche elektronische Geräte sollten vom Stromnetz getrennt werden.
- Eine Lampe eingeschaltet lassen: So erkennen Sie, wenn die Stromversorgung wiederhergestellt wurde.
- Vorbereitete Checkliste verwenden: Gehen Sie die vorgesehenen Maßnahmen Schritt für Schritt durch.
- Familien-Notfallplan umsetzen: Organisieren Sie die vereinbarte Zusammenführung Ihrer Familie.
- Medikamente überprüfen: Kontrollieren Sie den Bestand und achten Sie auf die erforderlichen Lagerbedingungen.
- Wichtige Gegenstände bereitlegen: Radio, Taschenlampen, Batterien, Decken, Hausapotheke und andere Notfallausrüstung sollten griffbereit sein.
- Radio hören: Informieren Sie sich regelmäßig über die aktuelle Situation und beachten Sie behördliche Anweisungen.
- Kühl- und Gefriergeräte möglichst geschlossen halten: Verbrauchen Sie verderbliche Lebensmittel zuerst.
- Aufzüge kontrollieren: Prüfen Sie, ob Personen eingeschlossen sein könnten, und melden Sie einen solchen Notfall über die vorgesehenen Stellen.
- Haustiere berücksichtigen: Besonders Aquarien und Terrarien können bei längerem Stromausfall zusätzliche Maßnahmen benötigen.
- Trinkwasser sparsam verwenden: Vermeiden Sie unnötigen Wasserverbrauch.
- Abwasser reduzieren: Vermeiden Sie unnötiges Abwasser, um die Infrastruktur zu entlasten.
- Müll vermeiden: Sammeln Sie anfallenden Abfall möglichst hygienisch in geeigneten Müllsäcken.
- Nachbarschaftshilfe leisten: Unterstützen Sie insbesondere ältere, kranke oder pflegebedürftige Menschen in Ihrer Umgebung.
- Zu Hause bzw. im Wohnumfeld bleiben: Vermeiden Sie unnötige Fahrten und schonen Sie vorhandene Treibstoffreserven.
Wenn der Strom wieder da ist
- Elektrische Geräte kontrollieren: Überprüfen Sie, ob Geräte wie Herd, Backofen, Bügeleisen, Waschmaschine oder Geschirrspüler ausgeschaltet sind.
- Stromverbrauch gering halten: Schalten Sie zunächst nur jene Geräte und Lampen ein, die tatsächlich benötigt werden.
- Wichtige Geräte überprüfen: Kontrollieren Sie Kühlschrank, Heizung und andere wichtige elektrische Einrichtungen auf ihre Funktion.
- Telefonnetze entlasten: Führen Sie zunächst nur wichtige Telefonate und halten Sie Notrufleitungen frei.
- Infrastruktur schonen: Bleiben Sie möglichst weiterhin im Wohnumfeld und vermeiden Sie unnötige Fahrten.
- Ressourcen sparsam verwenden: Gehen Sie weiterhin sorgsam mit Trinkwasser, Energie und anderen Ressourcen um.
- Nachbarschaftshilfe fortsetzen: Unterstützen Sie Menschen, die weiterhin Hilfe benötigen.
- Radio und behördliche Informationen beachten: Auch nach Wiederherstellung der Stromversorgung können andere Infrastrukturbereiche noch beeinträchtigt sein.
Weiterführende Informationen & Downloads
Weitere Informationen zur Blackout-Vorsorge und zur richtigen Bevorratung finden Sie in den Unterlagen des Zivilschutzverbandes Steiermark:
- Blackout-Merkblatt des Zivilschutzverbandes Steiermark
- Blackout-Ratgeber des Zivilschutzverbandes Steiermark
- Blackout-Broschüre des Zivilschutzverbandes Steiermark
- Blackout-Folder des Zivilschutzverbandes Steiermark
- Die richtige Bevorratung – die 10 wichtigsten Vorrats-Tipps
- Bevorratungsratgeber des Zivilschutzverbandes Steiermark
- Bevorratungsfolder des Zivilschutzverbandes Steiermark