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Die von bestimmten politischen Gruppierungen in Umlauf gebrachten Falschmeldungen rund um das Thema „Asyl“ führen innerhalb der Bevölkerung mehr und mehr zu Verunsicherung. Aus diesem Grund veranstalteten die Stadtgemeinde Zeltweg und das Katholische Bildungswerk am vergangenen Freitag im Zeltweger Pfarrsaal einen Informationsabend zum Thema „Asyl – was nun?!“, bei welchem Expertinnen der Bevölkerung Rede und Antwort standen.

Einbegleitet wurde die Veranstaltung vom Theaterstück „Brennende Erde“ von Sabine Staudacher. Die vier Nachwuchsschauspielerinnen Maja Höggerl, Julia Daniczek, Sonja Regner und Rebecca Richter zeichneten darin beklemmend realistisch ein mögliches Flucht-Szenario von vier Jugendlichen aus einem Krisengebiet nach und lieferten damit einen guten Einstieg in die Podiumsdiskussion.

Fachkundige Infos und sachlicher Dialog

Moderiert vom Pölser Regierungskommissär Mag. Gernot Esser, informierten Mag. Gerda Jansche, MBA MPA, vom Referat für Flüchtlingsangelegenheiten des Landes Steiermark, die Flüchtlingsbetreuerin Monika Fuchs vom Hilfsforum Judenburg sowie die Caritas-Betreuerin Sonja Pichelbauer und Quartierbetreuerin Ingrid Geyer, beide vom Asyl-Quartier Zeltweg, vor mehr als 100 Interessierten gut eineinhalb Stunden lang über die geltende Gesetzeslage und den derzeitigen Status Quo im Murtal und räumten dabei mit einigen Vorurteilen bzw. kolportierten Unwahrheiten auf. Befürchtungen hinsichtlich eines Ansteigens der Kriminalitätsrate rund um Asyl-Quartiere konnten seitens der anwesenden Exekutive entkräftet werden.

Finanzielle Unterstützung

Besonders ausführlich erläutert wurden unter anderem die gesetzlich geregelten Zuwendungen seitens des Staates sowohl für Quartiergeber als auch für Flüchtlinge. So erhält ein Quartiergeber bei Selbstversorgung pro Tag und Flüchtling 12,00 Euro, muss damit aber in der Unterkunft für Strom, Heizung und Wasser aufkommen bzw. für eine Erstausstattung an Putzmittel, Geschirr u.dgl.m. sorgen. Die Asylwerber haben pro Monat mit 150,00 Euro – davon 40,00 Euro Taschengeld und 110,00 Euro Verpflegsgeld – ein Auslangen zu finden. Dazu kommen im Jahr noch 150,00 Euro an Bekleidungsgeld und – wenn schulpflichtige Kinder im Familienverband leben – 200,00 Euro Schulgeld pro Kind und Schuljahr.

Flüchtlinge am Wort

Da es sich die Organisatoren zum Ziel gesetzt hatten, nicht nur über, sondern auch mit den Asylwerbern zu diskutieren, waren auch einige Betroffene aus dem Zeltweger Asylquartier anwesend und gaben dem Publikum mithilfe eines Dolmetschers einen kleinen Einblick in das Leben eines Flüchtlings. Alle zeigten sich froh darüber, dem Krieg in ihrer Heimat entkommen zu sein und nun endlich wieder in Frieden leben zu können. Sie fühlen sich in Zeltweg gut aufgenommen und respektiert, doch brauche es wohl noch ein wenig bis zur eigenständigen Teilhabe am gesellschaftlichen Geschehen der Stadt. Die Überwindung der sprachlichen Barriere wird dabei von allen Seiten übereinstimmend als wichtigstes Ziel für die nächste Zeit angesehen.

Helfer gesucht

Um den Flüchtlingen von Anfang an und bereits vor Besuch der verpflichtenden Deutschkurse den Einstieg in die deutsche Sprache zu erleichtern, werden immer wieder ehrenamtliche Helferinnen und Helfer gesucht, die „Deutsch-Gesprächsrunden“ in den Asyl-Quartieren der Region organisieren. Bei Interesse wenden Sie sich bitte an den Verein Zebra, Mag. Nina Jessenko, Tel.: 0680/4041127 bzw. E-Mail: nina.jessenko@zebra.or.at

 

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